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Alles rund ums Auswuchten

Viele Autofahrer lassen ihre Räder mit den Winter- oder Sommerreifen durch die Werkstatt einlagern und vor dem nächsten Wechsel auswuchten. Das ist sehr vernünftig, wie wir im folgenden Beitrag aufzeigen wollen.

Warum sollten die Reifen ausgewuchtet werden?


Wenn die Reifen richtig ausgewuchtet werden, halten sie wesentlich länger und steigern überdies deutlich den Fahrkomfort. Unwuchtige Reifen rufen unter Umständen Vibrationen hervor. Diese nutzen nicht nur die Reifen schneller ab, sie führen auch zur Ermüdung des Kraftfahrers. Außerdem verschleißt die Radaufhängung viel schneller mit unausgewuchteten Reifen. Das Auswuchten ist bei einer Erstmontage der Reifen auf die Felgen, nach einer Reparatur bei der Neumontage und auch beim Räderwechsel von Sommer- und Winterrädern fällig. Sollte es trotz ausgewuchteter Reifen einmal während der Fahrt zu Flattern oder Vibrationen kommen, wäre der Vorgang zu wiederholen. Das ist aber äußerst selten und könnte sich bestenfalls durch eine sehr starke Beanspruchung beispielsweise durch häufige Geländefahrten ergeben. Die Kontrolle der Reifen bei Vibrationen wäre auch deshalb wichtig, weil diese Vibrationen noch andere Ursachen haben können: Spurfehler oder sonstige mechanische Probleme verursachen sie auch. Diese müssten dann behoben werden. Das Auswuchten der Reifen besorgen alle Premio-Händler fachmännisch, die in der Händlersuche auf premio.de gelistet sind. Sie untersuchen und reparieren auch Reifen.

Wie erfolgt das Auswuchten der Reifen

Reifen und Felgen haben jeweils einen Schwerpunkt. Dieser ist selten mittig, er führt also ohne Auswuchten zu einer Unwucht. Beim Auswuchten wird der Schwerpunkt mit Gegengewichten ausbalanciert. Hierzu spannt der Monteur das Rad mit dem aufgezogenen Reifen auf eine Wuchtmaschine und versetzt es anschließend in Rotation. Nun messen Sensoren die Stelle des Schwerpunkts am Rad. Nach diesem Messlauf sieht der Monteur an der Anzeige der Auswuchtmaschine, wo er mit welchem Gewicht ein Auswuchtgewicht am Rad anbringen muss. Nachdem das geschehen ist, erfolgt ein Kontrolllauf. Wenn die passenden Gewichte an der richtigen Stelle sitzen, zeigt der Messlauf ein ausgewuchtetes Rad an.

Wie oft müssen Räder ausgewuchtet werden?

Wie erwähnt ist das Auswuchten beim Neuaufzug eines Reifens auf die Felge unausweichlich, ansonsten verlieren Räder mit aufgezogenen Reifen nach rund 10.000 bis 15.000 Kilometern ihren gleichmäßigen Lauf - sie werden unwuchtig. Daher ist das Auswuchten der Sommer- und Winterräder auch ohne Reifenwechsel alljährlich prinzipiell zu empfehlen. Die Unwucht entsteht im Verlaufe der Fahrleistung, weil sich ein Reifen durch die Kräfte beim Beschleunigen und Bremsen auf seiner Felge verdreht. Damit verlagern sich allmählich die Schwerpunkte, die Rad-Reifen-Balance schwindet im Laufe der Zeit. Auch Randsteinfahrten erzeugen eine kleine Unwucht. Darüber hinaus können sich angebrachte Auswuchtgewichte vom Rad lösen, das damit nicht mehr richtig ausbalanciert ist.

Auswuchten von Motorradreifen

Für Motorradreifen können zwar auch elektronische Wuchtmaschinen eingesetzt werden, bevorzugt wenden die Werkstätten aber das sogenannte Auspendeln an. Der Monteur steckt durch die Radaufnahme eine Stechachse, legt das Rad auf einen mit einem Radlager versehenen Bock, versetzt ihn einmalig in Rotation und wartet auf den Stillstand. Nun ist der unterste Punkt der Radschwerpunkt, der wiederum mit Gewichten ausgeglichen wird. Ein ausgewuchtetes Rad bewegt sich in keiner Position von allein.